Niederrod-Oberrod

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Vereinsgründung im Jahre 1953

 

 

Während der Neuorganisation des öffentlichen Lebens in der Gemeinde Nieder- Oberrod wurde ab dem Oktober 1945 Lehrer Sayn aus Kröftel zum Unterricht der Schüler zugelassen. Ihm zur Seite wurde der 23jährige Lehrer Wilhelm Wöll gestellt. Lehrer
Wöll erstreckte sein Interesse nicht nur auf die Schule. Durch kulturelle Veranstaltungen versuchte er, Abwechslung ins Dorfleben zu bringen und schuf im Rahmen des Kulturbundes Nieder-
Oberrod auch einen gemischten Chor. Als sich der Kulturbund nach einigen Jahren wieder auflöste, löste sich auch der gemischte Chor wieder auf.
Nun ergriff der damalige Kröfteler Lehrer Laue, der auch Organist in Kröftel und Nieder- Oberrod war die Initiative und gründete am Mittwoch, den 18.März 1953 den Frauenchor Nieder- Oberrod.
Die Gründungsversammlung fand im Gasthaus zur Post – Inhaber Ernst Ott- in Oberrod statt.
Auf der Tagesordnung stand:   
1. Wahl des Vorstandes
2. Festlegung der Beitragssätze
Zur 1. Vorsitzenden wurde Frau Martha Ott gewählt. Das Amt der Kassiererin übernahm Frau Christian und das
der Schriftführerin Frau Ursula Bernstein.
Der Monatsbeitrag wurde für aktive Mitglieder auf 0,50 DM festgelegt.
Außerdem kamen die Mitglieder überein, die Singstunde am Mittwoch abzuhalten und den Beginn der Singstunde im Sommerhalbjahr auf 20.30Uhr festzulegen.
Die erste Gesangsstunde fand am 25.3.1953 statt und 17 Mitglieder zeigten Interesse am Singen.

 

Die Anfangsjahre des Chores 1953-1957

Mit besonderem Eifer widmeten sich die Sängerinnen  dem Üben der Lieder               

Der Dirigent plante den ersten öffentlichen Auftritt des Frauenchores am Himmelfahrtstag, zu dem auch der Männerchor aus Wiesbaden-Biebrich eingeladen war.
Das Vereinsleben bot den aktiven Frauen eine Abwechslung in ihrem Landfrauenalltag. Auf der einen Seite stand die wiederkehrende wöchentliche Gesangsstunde im Gasthaus zur Post, zu der die Frauen oft mit Schürze und Handarbeiten erschienen und auf der anderen Seite die verschiedensten Veranstaltungen;Auftritte bei Hochzeiten, Geburtstagen, Kirchlichen Festtagen,und Beerdigungen.


1955 Chor als Lückenfüller?!

 

Der Chor trat also in die Lücke ein, die mit der Auflösung des Kulturbundes entstanden war.
Schon am 13. März 1955 fand ein Theaterabend im Saale Ott statt. Zur Aufführung kam das Hauptstück „Dann will ich Dir ein Zeichen geben“.
Anschließend folgte das Luststück „Die Pferdekur“.
Zwei Jahre später, am 17. März 1957 stand wieder ein Theaterabend auf dem Programm. Dieses Mal sahen die Zuschauer das Hauptstück „Der Müller vom Eichengrund“ und das Lustspiel „Im Heiratsbüro Herzensflamme“.
Für den Verein war es eine große Freude, zu sehen, dass die Ortseinwohner sowie viele Besucher aus den Nachbargemeinden sich für die Leistungen interessierten und großen Beifall spendeten.

Bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, die lange Zeit des Entbehrens, entwickelte man auch den Wunsch nach Ausflügen im Bereich des Tagesausfluges.
Schon 1955 war der Rhein-Main-Flughafen Ziel der Busfahrt. Anschließend ging es in den Odenwald nach Erbach mit Schlossbesichtigung. Klingenberg im Spessart war die letzte Station, bevor der Heimweg angetreten wurde.
Die Frauen vom Frauenchor trafen sich auch gerne zum Kaffeekränzchen.
Am 18.April 1956 waren alle aktiven und passiven Mitglieder im Gasthaus zur Post erschienen. Frau Martha Ott eröffnete mit herzlichen Worten den Nachmittag. Einzelne Gruppen der Frauen führten kleine Szenen auf, die alle amüsierten. Herr Laue hatte eine sogenannte Kreppelzeitung aufgesetzt, in der die amüsantesten Begebenheiten des vergangenen Jahres geschildert wurden.
Der Frauenchor hatte aber nicht nur Ausflüge und Kaffeekränzchen im Sinn. Ein wichtiges Ziel natürlich waren gesangliche Auftritte in der Kirche, bei Hochzeiten und Geburtstagen.
So brachte der Chor im April 1955 am Hochzeitstag des Mitgliedes Frau Alice Heger  Lieder zum Vortrag. Mit denselben Liedern wurde auch Frau Johanna Schmidt im August zu ihrer Silberhochzeit beehrt.
Am Heiligen Abend 1955 sangen die Frauen unter der Leitung von Herrn Laue in der neu errichteten evangelischen Möhnskapelle in Glashütten.

 

1956, das Jahr der Harmonie

 

Auch im Jahre 1956 erfreute der Verein durch seinen Gesang.
Zur Goldenen Hochzeit lud Familie Noetzel und zur Hochzeit die Mitsängerin Else Hofmann. Das passive Mitglied Frau Preuss zog von Rod weg und der Chor verabschiedete sie mit zwei Liedern. Herr Laue hielt eine kurze Ansprache.

Einige Auftritte in der Nachbarschaft im Jahre 1957

Zwei Monate nach der Theateraufführung im Jahre 1957 lud der Frauenchor Bermbach am 19.Mai 1957 zum Liedertag ein. Sein Dirigent Herr Eifert eröffnete die Feier mit einer Ansprache. Es sangen der Frauenchor Bermbach,der Frauenchor Nieder-Oberrod und der Mädchenchor aus Waldems-Esch.
In den Pausen spielte eine kleine Musikkapelle. Ein paar gemütliche Stunden mit Musik und Tanz bildeten den Schlussakt.
Die Sängerin Edith Hermann feierte im Sommer ihre Hochzeit. Samstags abends fuhren die Sängerinnen mit einem Bus der Firma Denk nach Sulzbach, wo die Hochzeit stattfand. Der Empfang war sehr herzlich.

Der Chor im Jahre 1958

Stimmenbesetzung zu Beginn des Jahres
I. Stimme:   Elfriede Christian, Gretel Schmidt, Klara Christian, Henny Fries
Frieda Schliedermann, Inge Schmidt, Anna Roos, Henny  Wolf, Ingrid  Bübl
II.Stimme:   Gertrud Guckes, Hildegard Usinger, Hildegard Noetzel, Vroni Klapper, Lori Wick
III.Stimme:   Martha Ott, Rita Hermann, Irma Keller, Lilli Kniier

Von 1959 – 1961 hat uns die Chronik im Stich gelassen.

1962

Am 9.2.1962 fand erstmals seit 1958 wieder eine Generalversammlung statt. Eingeladen waren alle Mitglieder.
Der Vorstand nach der Wahl:   1. Vorsitzende Frau Martha Ott
2. Vorsitzende Frau Auguste Klapper
Kassiererin Frau Gertrud Guckes
Schriftführerin Frau Erika Scherf

 

Im März 1962 trafen sich alle Mitglieder zum gemütlichen Beisammensein. Herr Laue und Frau folgten der Einladung. Man amüsierte sich mit plattdeutschen Versen, gemeinsamen Liedern, Büchsenwettlauf, Flaschenlaufen, einer Tombola und sehr schönen Gewinnen.
Im Frühjahr sang der Frauenchor in der Kirche zwei Lieder zur Hochzeit von Irma Keller und Edmund Müller.
Wieder war einmal ein Ausflug geplant. Am 6. Dezember 1962 ging es um 9.30 Uhr nach Frankfurt ins Versandhaus Neckermann. Gezeigt wurde der Werdegang eines Paketes von der Bestellung des Kunden bis zur Verpackung der Ware. Die zweite Besichtigung war geplant in den Sarrotti-Werken in Hattersheim.  Wie kommt die Praline in die Schachtel? Die Fahrt über Hofheim endete in Ehlhalten in einer neuen Wirtschaft, in der noch viel gelacht und getanzt wurde.

1963 das Jahr der Kirchenvisitation

 

Im Jahr 1963 brachte der Chor dem Silberpaar Anna und Albert Roos ein Ständchen. Nach dem Singen der Lieder hielt Herr Laue eine Ansprache und Frau Martha Ott überreichte ein Geschenk.
Anläßlich der Kirchenvisitation fand am 1. November 1963 ein Gemeindeabend des Kirchspiels Oberrod um 20.00 Uhr statt.
1. Begrüßung durch Herrn Pfarrer Möhn, Oberrod
2. Frauenchor Oberrod: Lobe den Herren
3. Lichtbildervortrag von Herrn Pfarrer Höpfner, Wiesbaden
4. Frauenchor Oberrod: Wir wollen alle fröhlich sein
5. Ansprache von Herrn Forstmeister Bungeroth, Kettenbach
6. Frauenchor Oberrod: Wie schön leuchtet der Morgenstern
7. Aussprache
8. Frauenchor Oberrod: Die Blümelein, sie schlafen
9. Schlusswort von Herrn Pfarrer Möhn, Oberrod
10. Gemeinsamer Gesang.

 

In allen Jahren des Vereines begleitete der Frauenchor die Angehörigen von Verstorbenen auf dem Friedhof in Nieder-Oberrod. Ein oft gewünschtes Lied  „So nimm denn meine Hände“

1964 verringerte Anzahl der Proben

 

Im Jahre 1964 fanden nur achtzehn Gesangsstunden statt.
Der Chor sang aus Anlass der Silberhochzeit von Martha und Ernst Ott. Herr Laue bedankte sich, dass Frau Martha Ott den Verein als erste Vorsitzende so lange und so gut geführt hat

 

Mit den Liedern verschönten die Sängerinnen am 19. Dezember die Weihnachtsfeier des V.d.K.im Gasthaus zur Post und den Gottesdienst am 27.Dezember in der Kirche Oberrod.

1965 erstmals ein Chorleiterwechsel

 

Generalversammlung am 28. Januar 1965 war besucht von
Martha Ott, Auguste Klapper, Martha Volkmar, Ella Baumann, Gertrud Guckes,  Anna Roos, Frieda Schliedermann, Gretel Schmidt, Hildegard Usinger, Vroni Klapper, Henny Fries, Erika Ott und Erika Scherf.
Der ganze Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.
Der Verein bestand zu dieser Zeit aus 17 aktiven und 20 passiven Mitgliedern. Leider waren in 1965 viele Übungsstunden ausgefallen.
Es zeichnete sich ein Chorleiterwechsel ab, da Herr Laue erkrankt war.

 

1966 Karl Scheurer übernimmt Dirigentschaft

 

Bereits am 30. März 1966 stand fest, dass der neue Dirigent Ernst Scheurer aus Heftrich heißt und durch seine Tochter Karin unterstützt wird.
Erste Singstunde mit dem neuen Dirigenten am 4. April 1966. Für den Anfang einigte man sich darauf, dass die Übungsstunde vierzehntägig um 21.00 Uhr stattfindet. Nachdem sich jedoch alles wieder eingespielt hatte, sich die Sängerinnen regelmäßig trafen, viele Lieder eingeübt waren, stand auch öffentlichen Auftritten nichts mehr im Wege.
Drei Bürger aus Nieder-Oberrod verstarben.
Der Frauenchor begleitete die Angehörigen auf dem Friedhof Oberrod.
Letzter Auftritt in diesem Jahr am Heiligen Abend in der Kirche.
Schon immer ein fester Bestandteil im Chor war die eigene Weihnachtsfeier.

 

Der Frauenchor im Jahre 1966

 

Das Jahr 1966 bedeutete für den Frauenchor, bedingt durch den Chorleiterwechsel, Neuanfang und Aufschwung
.Wie sehr der Chor dem Dirigenten Herrn Laue verbunden war, zeigte sich im Verlauf der Abschiedsfeier am 1. August 1966
Der neue Dirigent Herr Scheurer brachte das Akkordeon Orchester aus Heftrich mit. Als Einleitung spielte es einen flotten Begrüßungsmarsch. Herr Lehrer Lampert fungierte als Redner. Nachdem der Frauenchor einige Lieder sang, hielt Frau Ott eine Ansprache:
„Wir haben uns heute hier versammelt, um Abschied zu nehmen und zu danken. Fast genau dreizehn Jahre waren Sie Dirigent unseres Chores. Das ist eine lange Zeit. Unser Dank misst aber nicht nur die Jahre, sondern gilt insbesondere Ihrer Tätigkeit, die weit über die Obliegenheiten eines Dirigenten hinaus gingen. Es ist ja in erster Linie Ihr Verdienst, dass wir uns Anfang Januar 1953 zu einem Chor zusammen schlossen. Und dieser junge Chor entwickelte sehr bald unter Ihrer Führung ein rechtes Leben. Sehr bald schon besuchte uns durch Ihre Vermittlung ein Wiesbadener Männerchor auf seinem Himmelfahrtsausflug und wir traten zum ersten Mal öffentlich auf. Sie waren auch Initiator, dass der Chor bald daran ging, über seine Funktion hinaus in der Gemeinde zu wirken. Im Jahre 1955 und 1957 wurden unter Ihrer Leitung Theaterabende veranstaltet, die weit über unsere Gemeinde hinaus Bewunderer fanden. Auch innerhalb unserer Gemeinschaft sorgten Sie für frohe Abwechslungen. Unvergessene Kreppelabende haben wir gemeinsam gefeiert, an deren Gestaltung Sie keinen geringen Anteil hatten. Schließlich möchte ich hier nicht vergessen, dass wieder Sie es waren, der verhinderte, dass unser Chor sich in einer Krisenzeit auflöste. Wir haben dafür Verständnis, dass auf unserer Erde alles sein Ende hat. Vielleicht schon in diesem, bestimmt aber im nächsten Jahr treten Sie in Pension. Wir sehen ein, dass junge Kräfte die alten, bewährten ersetzen müssen. Unser aller Dank gilt jedoch Ihnen, verbunden mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit, für ihre Familie und einen recht schönen Lebensabend.“
Mit den letzten Wünschen überreichte Frau Ott Herrn Laue im Namen des Frauenchores einen Präsentkorb.
Herr Laue war sichtlich gerührt und bedankte sich ebenfalls mit einer kleinen Ansprache und wünschte sich von Herzen, dass das, was er geschaffen und erhalten hat, noch recht lange bestehen bleiben möge. Vor allem wünschte er sich, dass der Chor durch junge Mitglieder jünger werde und von der Gemeinde finanziell unterstützt werde.
Bürgermeister Herr Karl Roos bedankte sich anschließend für diesen „Rippenstoß“ und überreichte dem Chor anlässlich des 13jährigen Bestehens  50 DM. Die Feier endete mit Musik, Gesang und geselligem Beisammensein.

Das Jahr 1967 im Verein mit 45 Proben

Die Generalversammlung 1967 fand am Donnerstag, den 30. März im Gasthaus zur Post in Oberrod statt.
So besteht der Verein vierzehn Jahre und hat 21 passive und 22 aktive Mitglieder. Frau Martha Ott wollte ihr Amt niederlegen, jedoch überredeten die Anwesenden sie zur Kandidatur. „Sie ist und bleibt die geeignete Persönlichkeit für dieses Amt“.
Frau Auguste Klapper blieb 2. Vorsitzende. Die Kassiererin Frau Gertrud Guckes legte das Amt der Kassenführung nach zwölf Jahren nieder. Frau Erna Schmidt ist ihre Nachfolgerin. Schriftführerin blieb Frau Erika Scherf.
Auch dieses Jahr verstarben drei Gemeindemitglieder, deren Angehörige die Begleitung des Chores auf dem Friedhof wünschten.
Sehr positiv war in diesem Jahr die Regelmäßigkeit der Übungsstunden zu bewerten, so dass man auf 45 Übungstage kam.
Der Aufschwung im Verein schlug sich auch auf den Wunsch nach gemeinsamen Aktivitäten nieder.
Am 18. Dezember machten die Frauen einen Ausflug nach Weinheim a.d.Bergstraße in die 3 Glocken Werke. Nachdem jeder wusste, wie Teigwaren aller Art hergestellt werden, ging die Fahrt weiter nach Heidelberg. Abschluß des Tages in Bensheim-Zell in der Vettersmühle zum Nachtessen, Tanz und Spaß.
Eine kleine Weihnachtsfeier am 6. Dezember im Gasthaus zur Post durfte natürlich nicht fehlen. Die Frauen gingen in den „roten Salon“ zum Nikolaus. Nachdem sie einige Weihnachtslieder sangen, rief Martha Ott mit einem kleinen Weihnachtsgedicht den Nikolaus zur Tür herein. Er kam mit einem Schlitten und einem großen Sack voll kleiner Gaben. Für jeden war auch ein kleiner Vers gedichtet worden, den Frau Haupt vorlas. Zum Schluß wurde das Singschwein geschlachtet. Um 2.00 Uhr erinnerte Martha Ott daran, wie spät es ist.

 

1968 ein neuer Pfarrer ist da!

 

Zur Einführung des neuen Pfarrers Herrn Eckard Seifert sang der Chor am 17. März 1968 in der Kirche Oberrod.

 

Der Taunus gehörte schon immer durch sein Mittelgebirgsklima zu einem beliebten Erholungsgebiet.
Aus diesem Grunde verbrachten schon 1968 erholungsbedürftige Bürger aus Berlin ihren Urlaub in Oberrod im Gasthaus zur Post.
Die Sängerinnen beschlossen, für die Urlauber aus Berlin einen „Bunten Abend“ zu veranstalten. Nach der Ansprache durch den Bürgermeister lernten die Besucher den Untertaunuskreis in einem Film kennen. Der Frauenchor bot ein Potpouri von Paul Lincke. Anschließend eröffnete die Musikkapelle Karin Scheurer den Tanz.
Die Generalversammlung vom 1. Juli 1968 brachte eine Änderung in den Vorstand. Frau Martha Ott legte ihr Amt nach 15 Jahren nieder.
Neue 1. Vorsitzende wurde Frau Erika Scherf, neue Schriftführerin Frau Erna Schmidt,
2. Vorsitzende blieb Frau Auguste Klapper, Kassiererin Frau Paula Rühl. Der Verein zählte 22 passive und 22 aktive Mitglieder.
Vom 20.-22. Juli 1968 Feuerwehrfest. Am 20. Juli erfreute der Chor die Gäste beim Festkommers im Festzelt mit zwei Liedern unter der Leitung von Herrn Ernst Scheurer. Am Tag darauf –Sonntag 21. Juli- zog der Frauenchor auf einem festlich geschmückten Wagen bei strahlendem Sonnenschein durch Nieder-Oberrod.
Zum 70. Geburtstag von Frau Auguste Klapper sang der Chor im August
Schon am 22.9.1968 konnte sich der Chor erstmals vor Sängern aus neun benachbarten Orten unter Beweis stellen. Aus Anlass seines 105jährigen Bestehens veranstaltete der MGV Concordia 1863 ein Freundschafts-und Prädikatwertungssingen in Heftrich. Für das Lied „Heimat, o Heimat“ gab es die Note gut und für das Lied „Hopsa Schwabenliesel“ die Note gut - sehr gut.
Der Auftritt am 25.12.1968 in der Kirche in Oberrod beendete das Jahr 1968.

 

Der Frauenchor in den Jahren 1969 und 1970

 

1969, wir wollen mal raus!

 

Schon im Jahr 1969 war der Chor gefordert und brachte dem Silberpaar Hildegard und Ewald Noetzel ein Ständchen.
Im Laufe des Jahres war das Ableben von drei Bürgern aus dem Dorf zu beklagen.
Am 14.12.1969 umrahmten die Sängerinnen eine Altenfeier im Gasthaus zur Post mit Liedern und Gedichten. Die Gemeinde lud alle über 70jährigen Einwohner ein. Wie üblich, wirkte der Chor an der Gestaltung des Gottesdienstes am ersten Weihnachtsfeiertag mit.
Wie beschlossen, wurde aber im Sommer auch eine Busfahrt angeboten. Die Fahrt ging zur Brauerei Binding in Frankfurt. Nachdem die Frauen wussten, wie Bier hergestellt wird und nach einigen lustigen Spielen und nach einem guten Essen, besuchte man den Henningerturm. Nach der Besichtigung der neuerbauten Limesstadt fand der Abschluß in Eschborn in einem Gasthaus statt.

 

Bereits am 02. Januar 1970 gehen die Proben los

 

Der 2. Januar 1970 begann gleich mit einer Singstunde.
Anwesend waren: 1. Stimme- Gudrun Rühl, Frau Dulz, Gertrud Guckes, Hedi Klein, Inge Schmidt. 2. Stimme: Vroni Klapper, Frau Weis, Ella Baumann,Erna Schmidt, Heidrun Klein, Hannelore Roth. 3. Stimme: Erika Scherf, Martha Volkmar, Martha Ott. Die Frauen probten Lieder die noch am selben Abend Henny und Toni Fries aus Anlass ihrer Silberhochzeit zum Vortrag kamen.
Der Mai bescherte dem Chor gleich zwei Termine, nämlich den 9. Mai -Hochzeit von Hertha Roos und Karl Heinz Christ und das Fahnenjubiläum des MGV Eintracht in Kröftel.
Am 23.7.1970 machte der Frauenchor im Gegensatz zu den vergangenen Jahren einen Ganztagesausflug. 24 Frauen fuhren mit.
Um 8.00 Uhr morgens fuhren sie in Richtung Bad Homburg und besichtigten dort die Molkerei. Von hier aus ging es, nachdem sie sich mit Kaffee und Kuchen gestärkt hatten, weiter in Richtung Eiserfeld.
Unterwegs kamen ihnen, nachdem sich der Busfahrer verfahren hatte, die von der Molkerei gestifteten Jomix zu Gute. Die Frauen hatten nämlich, da sie um 14.00 Uhr in Eiserfeld angemeldet waren, keine Zeit mehr einzukehren. So mussten sie sich fürs erste mit Jomix zufrieden geben.
Am Ziel Ihrer Wünsche wurden sie dann, als sie kurz nach 14.00 Uhr ankamen, schon sehnlichst erwartet. Der Geschäftsführer holte sie am Bus ab und hieß sie willkommen. Nachdem sie alle weiße Kittel angezogen hatten, begann dieser mit der Führung. Am Schluß waren alle der Überzeugung, recht viel Wissenswerte gesehen und gehört zu haben. Keiner bereute, dass er mitgefahren war.
Sie erfuhren alles über die Feder und deren Verarbeitung. Auch hier gab es, wie in Bad Homburg, zum Abschluß Kaffee und Kuchen (Die Schriftführerin schreibt:Ein Schnitzel wäre uns lieber gewesen). Als Präsent erhielt jeder noch ein Gästehandtuch und ein Gruppenfoto, das ganz zum Schluß gemacht wurde. Abschluß machten sie in Niederauroff. Hier fanden sie ein hübsches Lokal; nur mit dem Nachtessen mussten sie 1 ½ Stunden warten. Sie hatten einen „mords“ Kohldampf und Stimmung wollte trotz Schifferklavier nicht aufkommen.
Und so fuhren sie, nachdem sie gesättigt waren, gegen 24.00 Uhr nach Hause.Es war trotz allem eine lehrreiche und schöne Fahrt.

Die Dorfwoche 1970

In den Jahren 1970 und 1971 ließ man sich etwas neues und besonderes einfallen. Die Dorfbewohner und alle Interessierten wurden eingeladen zur Dorfwoche ins Gasthaus zur Post in Oberrod.
Die Dorfwoche begann am 29.11.1970 mit einem Gottesdienst.
Am 30.11.1970 gab es im Gasthaus den Vortrag zum Thema:
Alt und Jung unter einem Dach
Am Tag darauf reverierte jemand über das Thema:
Haben wir Bauern in Nieder-Oberrod noch eine Zukunft?
Das nächste Thema lautete:
Brauchen wir im Dorf noch eine Kirche?
Der letzte Vortrag in dieser Woche trug die Überschrift:
Was wird aus unseren Kindern und uns?
Zu jedem Thema sang der Chor unter Leitung von Karin Scheurer ein passedes Lied aus seinem Repertoir.
Der Höhepunkt dieser Dorfwoche  am 4.12.1970 in Form eines Bunten Abends und anschließendem Tanz fand auch statt im Gasthaus zur Post. Zur Aufführung kam das Theaterstück „Die Wasserkur“ mit Henny, Frau Dulz, Ellen und Heidrun. Außerdem brachte der Frauenchor eine musikalische Modenschau, bei der Mini, Midi, Maxi und Hosen gezeigt wurden.Zu den modischen Darbietungen sang der Frauenchor die passenden Lieder.Es war ein großer Erfolg.

Das Vereinsleben 1970

Generalversammlung am 2.4.1971
Im Jahr 1970 wurden nur 36 Gesangsstunden abgehalten.
Der Verein bestand aus 42 Mitgliedern, davon 20 passive , 19 aktiven und drei Ehrenmitgliedern.
Erste Vorsitzende-Frau Erika Scherf
Zweite Vorsitzende-Frau Martha Ott
Kassiererin-Frau Paula Rühl
Schriftführerin: Frau Erna Schmidt
Start ins Jahr 1971 mit einer Feuerzangenbowle
Die zweite Singstunde in diesem Jahr am 27. Januar, welche Ausklang bei einer Feuerzangenbowle mit Herrn Pfarrer Seifert.
Ihre Silberhochzeit feierten Gerhard und Ilse Apitz am 21.4.1971. Der Frauenchor brachte ein Ständchen und sang zwei Lieder.
Im Sommer  heirateten Ellen Scherf und Karl Hasselbächer. In der Kirche sang der Chor anläßlich des Trauungsgottesdienstes.
Am 27. Juli war der Frauenchor wieder auf Tour. Dieses Mal ging es um 9.00Uhr zuerst in Richtung Wiesbaden, wo der Besuch der Gartenbauschule in Klarenthal auf dem Programm stand. Anschließend traf man sich zum Mittagessen im Gasthaus Ruppert in Niederwalluf. Von hier aus fuhren die Frauen weiter nach Rüdesheim, wo sie im Keller der Sektkellerei Ohlig & Co alles über den Sekt erfuhren. Alle erhielten eine Probe dieses köstlichen Nass.
Gegen 16.00Uhr brachte ein Schiff sie nach Mainz. Ein nettes Lokal in Hochheim bildete den Abschluss des Ausfluges.
Motiviert durch den guten Erfolg im letzten Jahr wagte man auch in 1971 wieder eine Dorfwoche zu veranstalten.
An vier verschiedenen Abenden wurde über vier unterschiedliche Themen referiert und diskutiert.
1.12.1971 -  Krankheiten und ihre seelischen Hintergründe
2.12.1971 -  Landwirtschaft
7.12.1971 -  Gefährdung der Jugend
9.12.1971 -  Ehe im Alltag
An allen Abenden war auch der Frauenchor zugegen.
Natürlich hatte man auch wieder einen Abschlussabend in Form eines Bunten Abends geplant.  Ein gemütlicher Abend mit Gesang uns Tanz. Herr Pfarrer Seifert zeigte Dias von der Freizeit der Jugend.

Das Jahr 1972 – Das Jahr der Hochzeiter

Hochzeit feierten Frau Heidemarie Haupt und Frau Karin Scheurer- Kober
Silberhochzeit feierten die Eheleute Frieda und Kurt Schliedermann
Goldene Hochzeit feierten die Eheleute Jans die Eheleute Auguste und Hermann Klapper
In diesem Jahr fand wieder einmal ein Wandel im Frauenchor statt. Karin Scheurer-Kober beabsichtigte, den Chor nach ihrer Heirat nicht mehr weiterzuführen. Am 17. Mai trafen sich alle zur letzten Gesangsstunde, welche mit einer Abschiedsfeier im Gasthaus zur Post für Karin endete.
Die Aufgabe von Karin übernahm ab dem 31. Mai Herr Georg Ehrmann aus Glashütten.
Die Tradition der regelmäßigen Ausflüge wurde auch in diesem Jahr fortgesetzt. Am Dienstag, den 25.7. fuhren 29 Frauen und der Dirigent Herr Ehrmann in Richtung Ausflugslokal „Trips Drill“ bei Karlsruhe. Den Abend verbrachten alle in der „Vetters Mühle“ in Bensheim-Zell.
Auch dieses Jahr endete mit einer Weihnachtsfeier für die über 70jährigen Bürger der Gemeinde und mit einem Auftritt in der Kirche Oberrod am 1. Weihnachtsfeiertag.

 

Der Frauenchor im Jahre 1973

 

Die erste Vorsitzende Frau Erika Scherf feierte im Januar 1973 ihren 5o. Geburtstag

 

Nach der Generalversammlung am 4.April bestand der Vorstand aus
Erste Vorsitzende : Erika Scherf
Kassiererin :          Paula Rühl
Schriftführerin:      Waltraud Dulz
Vertreterin :           Ella Baumann
Der Frauenchor nahm zwei Einladungen zu Freundschaftssingen wahr.
Im Monat Mai sang er in Kröftel und im Monat Juni in Heftrich.
Im Mai feierte das Ehepaar Erika und Emil Scherf seine Silberhochzeit. Ebenso im August des Jahrs das Ehepaar Rink.
Der Monat Juli war der Monat des Ausfluges. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren die Frauen frohgelaunt mit dem Bus des Herrn Wassum aus Steinfischbach von Nieder-Oberrod ab ins Kannebecker Land nach Höhr-Grenzhausen, wo sie eine Töpferwerkstatt besichtigten.
Danach ging es weiter nach Winningen zum Segelflugplatz, der auf einer Anhöhe lag. Einige Sangesschwestern und auch der Dirigent hatten sogar den Mut zu einem Rundflug. Das Mittagessen nahmen sie im Städtchen ein. Mit dem Schiff fuhren sie die Mosel hinauf nach Cochem, wo schon der Bus wartete, um nach St. Goarshausen zu fahren. Dort legten sie eine Kaffeepause ein. Gestärkt und vor allen Dingen erfrischt, setzten sie ihre Reise fort. Mit der Autofähre setzten sie über den Rhein nach Kampbornhofen. Hier aßen sie zu Abend, denn sie wollten gestärkt sein für die Dinge, die noch kamen, nämlich den Besuch in Rüdesheim in der Drosselgasse.
Es wurde gelacht, gesungen, getrunken und getanzt. Einige Damen konnten sich nur schwer von dem lustigen Treiben trennen und mussten zur Strafe zur mitternächtlichen Stunde im Dauerlauf, die Schuhe unter den Arm geklemmt, zum Bus rennen.
Der Ausflug war sehr schön und die Frauen freuten sich schon alle auf den nächsten.
Das Jahr endete mit der Altenfeier am 8. Dezember und mit dem Auftritt in der Kirche Oberrod am Heiligen Abend um 23.00Uhr.

Spannendes Jahr 1974

 

Dirigent: Georg Ehrmann
51 Mitglieder davon 23 aktiv, 24 passiv und 4 Ehrenmitglieder
Vorstand:       1. Vorsitzende:             Erika Scherf
2. Vorsitzende:           Martha Ott
1. Schriftführerin:       Waltraud Dulz
2. Schriftführerin:        Ella Baumann
Kassenwart:                Paula Rühl
Kassiererin Oberrod:   Lilo Schwing
Kassiererin Niederrod:Erna Schmidt
44 x     Gesangsstunden (beliebtestes Lied: „Laue Lüfte fühl ich weben)
6 x       Beerdigungen
3 x       Kirche ( Ostern, Erntedank und am 1. Weihnachtsfeiertag)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
16.02.1974:   Bunter Abend unter dem Motto:
„Wir laden ein, zu Spaß und Wein, es soll bei Ott im Saale sein“
16.03.1974:   Liedvorträge am Familienabend der Freiwilligen Feuerwehr
03.04.1974:   Mitgestaltung des Altennachmittages in Glashütten
22.06.1974:   Ganztagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber
16.08.1974:   Teilnahme am Freundschaftssingen in Heftrich
08.09.1974:   Mitwirkung zur 1200 Jahrfeier in der Kirche von Walsdorf
12.10.1974:   Auftritt beim Herbstmarkt in Idstein
15.12.1974:   Mitgestaltung der Altenweihnachtsfeier in Oberrod im Gasthaus zur Post
Bunter Abend
Es war wirklich ein spannendes Jahr, denn es wurde das erste Mal ein Bunter Abend in die Faschingszeit verlegt. Dies bedeutete den Ursprung unserer noch heute währenden Bunten Abende. Die Sängerinnen warteten mit gespannten Herzen darauf, wie ihre Einladung in Nieder – Oberrod aufgenommen worden war. Kommt überhaupt jemand? Der Saal war auf jeden Fall mit Girlanden geschmückt und wartete ebenfalls auf die Gäste. Um 20:00 Uhr wurde der Saal geöffnet und eine Viertel Stunde später waren alle Plätze besetzt. Das beliebteste Lied der Sängerinnen wurde dem Publikum als Eingangslied präsentiert. Das Programm wurde abwechselnd durch Liedbeiträge und Büttenreden gestaltet. Den Abschluss bildeten das Orgelpaar (Waltraud Dulz und Erika Scherf), und die Volkstanzdarbietung „Zum Tanze da geht ein Mädel“
Alle Darbietungen waren ein voller Erfolg und die Stimmung schlug hohe Wellen. Da der offizielle Teil nicht so lange ging, hatten die Tänzer bis spät in die Nacht hinein Zeit, ihr Tanzbein zu schwingen. Laut Jahrgangsbuch: „ Es waren alle einer Meinung, besser und lustiger hätte der Abend nicht werden können zumal auch die Kasse stimmte!
Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber
Endlich ein Ausflug, nicht nur für aktive und passive, nein auch die Ehemänner durften mitkommen! Mit 29 Personen startete die Fahrt um 7:00 Uhr, der Wettergott hatte ein Einsehen und bescherte einen wunderschönen Tag. Zum Teil ging die Fahrt über die „Dörfer“. In der Stadt angekommen hatte Jedermann und - frau Zeit genug die Idylle eigenständig zu erkunden. Das Mittagessen wurde gemeinsam eingenommen, die Rückfahrt führte über die Romantische Straße bis Bad Mergentheim. Hier musste die Meute wieder mit Kaffee und Kuchen gestärkt werden! Nun aber flugs zum Abschlusslokal nach Vockenhausen.
Das hat man davon, wenn man die Männer mitnimmt! Um 19:30 Uhr liefen dann in der Gaststätte die Fernseher heiß, denn die Fußballweltmeisterschaft durfte nicht verpasst werden!!!

Der Chor im Jahre 1975

Dirigent: Georg Ehrmann
49 Mitglieder davon 22 aktiv, 24 passiv und 4 Ehrenmitglieder
Vorstand:         1. Vorsitzende:            Erika Scherf
2. Vorsitzende:            Martha Ott
1. Schriftführerin:        Waltraud Dulz
2. Schriftführerin:        Ella Baumann
Kassenwart:                 Paula Rühl
Kassiererin Oberrod:   Gudrun Rühl
Kassiererin Niederrod: Erna Schmidt
45 x     Gesangsstunden
(beliebteste Lieder: „Drunten im Unterland“ und „Lied der Berge
5 x       Beerdigungen
4 x       Kirche (Ostern, Erntedank, Totensonntag und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
22.02.1975:   Bunter Abend im Gasthaus zur Post unter dem Motto:
„Auch diesmal wollen wir’s versuchen euch zum gemütlichen Beisammensein zu rufen!“
Hochzeit:                   Hans – Werner Scherf und Jitka Marek
30.09.1975:   Ausflug zur Bundesgartenschau nach Mannheim
Silberhochzeit:          Vroni und Helmut Klapper
10.12.1975:   Freundschaftssingen in Glashütten im Gemeindehaus
20.12.1975:   Mitwirkung an der VDK Weihnachtsfeier in Kröftel
21.12.1975:   Mitgestaltung der Altenweihnachtsfeier in Oberrod im Gasthaus zur Post
Bunter Abend
Obwohl die Sterne nicht gut standen, es gab einige Trauerfälle und eine Grippewelle, war der Besuch dieser Veranstaltung sehr gut. Mit dem wochenlang geübten Lied „Was frag ich viel nach Geld und Gut“ und „Sonne ging schon längst zur Ruh“ wurde das Publikum auf die Veranstaltung eingestimmt. Natürlich durfte das beliebteste Lied des Chores: „Drunten im Unterland“ nicht im Programm fehlen! Das Programm war abwechslungsreich, die Stimmung wurde mit zunehmender Stunde immer ausgelassener, dank unserer fleißigen Kapelle „Maus“, sie war pausenlos im Einsatz. Durch einen Brezelverkauf bekamen wir ein kleines finanzielles Pölsterchen
Ausflug zur Bundesgartenschau nach Mannheim
Mit dem Bus starteten wir um 7:20 Uhr nach Mannheim. Mit der Schwebebahn verschaffte man sich einen ersten Überblick über die Attraktionen, die Erkundung erfolgte danach zu Fuß. Die Zeit war nur etwas knapp bemessen um alle Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, denn um 14:00 Uhr ging es weiter . Die Samengroßhandlung Ziegler in Heppenheim stand noch auf dem Programm. Über die Sammelbestellerin Erika Scherf war diese Handlung vielen Nieder – Oberrodern sehr bekannt. Zitat Jahrbuch: „Wenn auch der Film riss und dann, nachdem der Schaden behoben war, der Ton ausfiel, war der Vortrag eindrucksvoll und lehrreich!“
Über Erbach im Odenwald, wo es die obligatorische Kaffeepause gab, ging die Fahrt zum Abschlusslokal nach Groß Gerau. Im Lokal „Niederwaldsee“ war es hübsch und gemütlich, doch es war ein wenig zu ruhig!

Der Frauenchor im Jahre 1976

 

Dirigent: Georg Ehrmann
58 Mitglieder davon 30 aktiv, 24 passiv und 4 Ehrenmitglieder
Vorstand:       1. Vorsitzende:                Waltraud Dulz
2. Vorsitzende:              Erika Scherf
1. Schriftführerein:        Anneliese Haupt
2. Schriftführerin:          Barbara Kroschel
Kassenwart:                  Paula Rühl
Kassiererin Oberrod:    Sylvia Schliedermann
Kassiererin Niederrod: Erna Schmidt
43 x     Gesangsstunden ( Lied high - light: „Und im Schneegebirge“)
5 x       Beerdigungen
4 x       Kirche ( Ostern, Erntedank, Totensonntag und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
20.02.1976:              Bunter Abend im Gasthaus zur Post unter dem Motto:
„Aller guten Dinge sind drei und das mit bunter Narretei, Helau!!!“
April 1976:                ½ Tages Ausflug zur Kleiderfabrik Adler in Aschaffenburg
14.09.1976:   Ganztagesausflug zum Baldeney – See und Besichtigung eines Kuhtels (KUH HOTEL!)
Silberhochzeit:          Inge und Erich Schmidt
12.12.1976:   Mitgestaltung der Altenweihnachtsfeier Oberrod im Gasthaus zur Post
Bunter Abend
Wie in den Jahren zuvor waren die Sängerinnen kreativ und haben diesen hübschen Handzettel entworfen, der in Postwurfsendung an jeden Haushalt in Nieder – Oberrod verteilt wurde, die auswärtigen Mitglieder haben natürlich auch ein Exemplar erhalten
Zitat Jahrbuch: “Unser Bunter Abend war in diesem Jahr ein Kostümfest, wir warben natürlich mit einer pfiffigen Einladung, die in jeden Haushalt kam. Der Erfolg war großartig und der Saal bei Ott hätte doppelt so groß sein können. Die musikalische Unterstützung kam wie im Jahr zuvor, von der Kapelle „Maus“. Der Erlös war, obwohl wir weder gebettelt noch etwas verkauft hatten, recht gut“
Ganztagesausflug ins Ruhrgebiet
Mit 37 Personen war unsere Gruppe recht überschaulich. Die Fahrt nach Essen verlief ohne größere Probleme, den Baldeneysee erreichten wir schon um 11:00 Uhr. Bis zum Mittagessen blieb noch genügend Zeit, um am See spazieren zu gehen. Nach der Stärkung fuhren wir nach Essen.- Heidhausen, um Deutschlands einmaliges „Kuhtel“ zu besichtigen. Es entpuppte sich als Großstall für 1000 Kühe, es wurde nach den neusten Erkenntnissen der Tierhaltung und Melkhygiene gebaut. Es war nicht nur für die Landwirte unter uns interessant, sondern wir anderen waren ebenfalls sehr überrascht. Zeit zum Kaffeetrinken war natürlich auch noch, bevor die Fahrt weiter ging nach Nassau an der Lahn. Das Lokal „Giebelhöll“ war zum Abschluss auserkoren worden. Mit viel Gelächter und Tanz wurde der Abend genossen. Besonders zu erwähnen bleibt noch, dass sich auch andere Gäste im Lokal befanden – es waren „Kurler“ mit ihren „Schatten“. So etwas kann man in Rod ja nicht alle Tage sehen!

Was geschah im Jahr 1977

Dirigent:         Georg Ehrmann
Unser Dirigent erkrankte schwer und Anneliese Haupt übernahm den Taktstock von Januar bis April
69 Mitglieder davon 23 aktiv, 41 passiv und 6 Ehrenmitglieder
Vorstand:        1. Vorsitzende:               Waltraud Dulz
2. Vorsitzende:              Erika Scherf
1. Schriftführerin:          Anneliese Haupt
2. Schriftführerin:          Barbara Kroschel
Kassenwart:                  Paula Rühl
Kassiererin Oberrod:    Wilma Hohler
Kassiererin Niederrod: Erna Schmidt
44 x     Gesangsstunden ( Lied high - light: „Und im Schneegebirge“)
5 x       Beerdigungen
5 x       Kirche ( Ostern, Pfingsten, Erntedank, Totensonntag und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
11.02.1977:              Bunter Abend im Gasthaus zur Post
03.05.1977:              ½ Tages Ausflug zum Palmengarten nach Frankfurt
Silberhochzeit:          Eheleute Roth aus Niederrod
09.07.1977:              Veranstaltung eines Sommerfestes
29.10.1977:              Ganztagesausflug
09.12.1977:              Auftritt bei der VDK Weihnachtsfeier in Kröftel
18.12.1977:   Mitgestaltung der Altenweihnachtsfeier in Oberrod im Gasthaus zur Post
Bunter Abend
“ Ihr lieben Leute lasst euch sagen: der Singkreis tut es wagen, wir üben für den Bunten Abend“
Unter diesem Motto hatten die Sängerinnen in diesem Jahr eingeladen. Der Andrang war so groß, schon um 18:50 Uhr standen die Leute Schlange um eingelassen zu werden. Der Dirigent konnte leider nicht dabei sein, aber seine Damen haben sich tapfer geschlagen. Der Chor stellte sich mit den Liedern: „Freut euch des Lebens“, „Gell ihr habt uns Gelle gern“, und „Das Burlebüble mag i net“ den anwesenden Gästen vor. Die Darbietungen, 2 Büttenreden, ein Zwiegespräch, Schunkellieder, die Gymnastikgruppe und die „Russen“ fanden großen Anklang. Der letzte Programmpunkt traf auf gute Resonanz, es war die Damenwahl! Die Stimmung war überschäumend.

Jahreshauptversammlung am 30.03.1977

Beim Durchlesen der Chronik bin ich auf folgende Festlegungen während der Jahreshauptversammlung gestoßen und es erschien mir wichtig, sie hier noch einmal aufzuführen.
1.Zitat JHV: „ Erfreulicher Weise konnten wir von den Anwesenden, passiven Mitgliedern vernehmen, dass sie gerne am Vereinsleben teilnehmen möchten. Sie erklären sich bereit, uns nach Möglichkeiten in der Vereinsarbeit zu unterstützen. Wir wünschen, das dies ein Beispiel für alle passiven Mitglieder sein möge“
2. Zitat JHV: „ Außerdem wären wir für Spenden, für die wir verschiedene Verwendungsmöglichkeiten haben, immer dankbar.“
In dieser Beziehung hat sich der Chor bis heute nicht verändert.!
1/2 Tages Ausflug in den Palmengarten
38 Personen starteten zu einer Besichtigungstour in den Frankfurter Palmengarten, einige mutige Damen wagten sogar eine Ruderpartie auf dem See. Nach dem Kaffeetrinken wendete man den „Pflänzchen“ den Rücken zu und fuhr nach Sachsenhausen, um dort gemütlich den Tag zu beenden. ( Im Jahrbuch steht etwas von anfänglichen Missstimmungen, es muss wohl mit dem Essen zusammengehangen haben! Doch diese konnten auch aus dem Weg geschafft werden.)
Sommerfest
Die Zahl der Besucher zu dieser Veranstaltung beschränkte sich auf die aktiven und passiven Mitglieder und deren Angehörigen, einige Freunde folgten ebenfalls der Einladung. Anfänglich wurde ein kleines Konzert geboten.
Nach Beendigung des letzten Liedes war der offizielle Teil vorbei. Von nun an wurde das Tanzbein bis 2:30 Uhr kräftig geschwungen. Zur ausgelassenen Stimmung trug auch noch die wunderschöne Ilumination des Saales bei, die von Axel Schwing installiert worden war.
Zitat Jahrbuch: „ Während des Sommerfestes wurde von Mitglieden versucht, neue aktive und passive Mitglieder zu werben. Wir hoffen alle, dass dies gelingt und dass unser Frauenchor weiter Fortschritte in Bezug auf seine Mitgliedschaft, durch sein fachliches Können und durch seinen guten Zusammenhalt machen wird.

Das ereignete sich im Jahre 1978

Dirigent:         Georg Ehrmann
Unser Dirigent ist immer noch krank und Anneliese Haupt übernahm den Taktstock von Juli bis September
80 Mitglieder davon 27 aktiv, 48 passiv und 5 Ehrenmitglieder
Vorstand:         1. Vorsitzende:              Waltraud Dulz
2. Vorsitzende:              Erika Scherf
1. Schriftführerin:          Anneliese Haupt
2. Sschriftführerin:        Heidi Guckes
Kassenwart:                  Sylvia Schliedermann (sie wird 25 Jahre unsere Kasse verwalten, oder noch länger?!)
Kassiererin Oberrod:    Wilma Hohler
Kassiererin Niederrod: Erna Schmidt
40 x     Gesangsstunden
2 x       Beerdigungen
4 x       Kirche ( Ostern, Erntedank, Totensonntag und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
27.01.1978:   Bunter Abend unter dem Motto:
„ Jubel, Trubel, Karneval“ Im Saal des Gasthauses zur Post
07.02.1978:   Liedvorträge und Büttenreden beim Altennachmittag in Glashütten
03.06.1978:   Mitgestaltung des „Bunten Abends des VDK“ in Kröftel
10.06.1978:   Ganztagesausflug nach Erbach im Odenwald und des Felsenmeeres
?              :   Auftritt beim Sängerfest in Heftrich
Silberhochzeit:          Eheleute Engesser aus Glashütten
17.12.1978:   Mitgestaltung der Altenweihnachtsfeier Oberrod im Gasthaus zur Post
Bunter Abend
Der Andrang zur diesjährigen Faschingsveranstaltung war so groß, dass der Saal bei Ott kaum ausreichte. Der Chor brauchte ja auch noch ein wenig Platz für seine Auftritte. Mit dem Eingangslied „ Wir sind nur ein kleiner Verein“ wurde das Publikum auf die Veranstaltung eingestimmt. Weiter ging es mit Liedern, Büttenrede, und der Tanzschule Knickebein.
Die Darbietungen haben die Stimmung der Gäste zum Höhepunkt gebracht – Es war einfach super.
Altennachmittag im evangelischen Gemeindehaus
Da unserem Pfarrer, Herrn Seifert, der Abend so gut gefallen hatte, wurden die Schnapsdrosseln zum Faschingsnachmittag der Senioren nach Glashütten eingeladen, um dort die Lieder unseres Bunten Abends noch einmal vorzutragen.
Bunter Abend des VDK
Auch hier wurden die Sängerinnen gerne eingeladen, um aus ihrem großen Repertoire einige Vorträge zum besten zu geben. Der Verein verzichtete auf die Gage, dafür sammelte das Orgelpaar zum Abschluss für einen guten Zweck, nämlich für die Krebshilfe.
Zitat Jahrbuch: „ Wir sind stolz, auch einmal eine gute Tat vollbracht zu haben und nicht nur als Schnapsdrosseln bekannt zu sein. Herzlichen Dank den Spendern des VDK.
Ausflug nach Erbach/ Odw. Und zum Felsenmeer
40 Personen hatten sich angemeldet, die Fahrt führte von Zell/ Odw. (eine kräftige Frühstückspause musste eingelegt werden) weiter nach Erbach. Es blieben nur noch 15 Min. Zeit zu einem Stadtbummel, den die Damen ausgiebig nutzten, um in einem Modegeschäft exklusive Waren zu kaufen. Schnell weiter zum Mittagessen nach Bensheim. Endlich Zeit, die ganzen Kalorien abzubauen, hatte man danach im Felsenmeer. Nach dem Gekraxel kam doch tatsächlich wieder Hunger auf, der flugs mit Kaffee und Kuchen gestillt wurde! Der gemütliche Ausklang dieses Ausfluges fand abends im „Waldschlösschen“ in Camberg statt.  Nach diesem anstrengenden Tag mussten sich alle noch mal ordentlich stärken!
Wenn auch dieser Tag ziemlich ruhig verlief ( lag es wohl am vielen Essen?), konnte der Verein 2 neue passive Mitglieder verbuchen, noch schöner: es waren 2 Männer.
Ich muss schon sagen, alle Achtung meine Damen und Herren, dass ihr so viel an einem Tag futtern konntet!

Dirigentenwechsel im Jahr 1979

Dirigent:         Georg Ehrmann (bis September)
Sabine Klapper ( ab September)
Aus gesundheitlichen Gründen musste Herr Ehrmann sein Amt niederlegen. Sabine Klapper übernahm die Chorleitung nahtlos
81 Mitglieder davon 27 aktiv, 48 passiv und 6 Ehrenmitglieder
Vorstand:         1. Vorsitzende:             Waltraud Dulz
2. Vorsitzende:             Ursula Solz
1. Schriftführerin:         Anneliese Haupt
2. Schriftführerin:         Heidi Guckes
Kassenwart:                 Sylvia Schliedermann
Kassiererin Oberrod:    Wilma Hohler
Kassiererin Niederrod: Erna Schmidt
35 x     Gesangsstunden
3 x       Beerdigungen
3 x       Kirche ( Karfreitag, Erntedank und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
16.02.1979:              Bunter Abend Im Gasthaus zur Post unter dem Motto:
„ Jubel, Trubel, Heiterkeit “
Goldene Hochzeit:    Else und Hans Dulz
26.05.1979:              Ganztagesausflug nach Idar – Oberstein
16.06.1979:   Auftritt beim 40 jährigen Vereinsjubiläums des Frauenchores Niederseelbach
Silberhochzeit:          Hedi und Erhard Klein
Gretel und Gerhard Schmidt
01.12.1979:   irgendwie verspätet!: Feier zum 25 jährigen Vereinsbestehens
16.12.1979:   Mitgestaltung der Altenweihnachtsfeier Nieder- Oberrod im Gasthaus zur Post
Bunter Abend
Die Zeitung schrieb in ihrem Artikel: „ Über 200 Menschen hatten sich im kleinen Saal des Gasthauses Ott eingefunden, um die schon traditionelle  Kappensitzung des Frauenchores mitzuerleben. Auch in diesem Jahr zeigten die „Roder“ Narren, dass auch sie es zu feiern verstehen. Es ist bemerkenswert, welch großes und gutes Programm der kleine Verein auf die Beine stellte und musste hier und da auch manches improvisiert werden, weil der Saal einfach zu klein ist, so tat das der gutern Stimmung keinen Abbruch. Ein Höhepunkt des Abends war zweifelsohne der Auftritt der beliebten „Schlümpfe“ mit ihrem Flohzirkus. Doch es wäre falsch, würde man die anderen Mitwirkenden unerwähnt lassen, die mit großer Mühe, viel Fleiß und Engagement diesen Bunten Abend gestalteten und dem närrischen Auditorium ein paar heitere und unvergessene Stunden bereiteten. So wirkten ferner bei diesem Reigen H. Steiger, V. Klapper, S. Schliedermann, H. Fries, U. Solz, W. Dulz und I. König mit Natürlich war auch der gesamte Nachwuchs des rührigen Frauenchores mit von der Partie. Nach Programmende wurde bis zu den Morgenstunden zur Musik der „ Medleys“ getanzt.“ Das die Feier bis zum frühen Morgen ging, hatte der Chor seiner erstmals eröffneten Sektbar zu verdanken.
Was sonst noch geschah
So manches hat sich in diesem Jahr ereignet. Unser Dirigent, Herr Ehrmann ist aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten.
Sabine Klapper hat das Amt übernommen, der Chor hat damit einen guten Fang gemacht. Einer weiteren Entwicklung steht von Seiten der Sängerinnen aus nichts mehr im Wege. Es wird angestrebt, dass sie einen Dirigentenkurs besucht. Sabine , nun Haxel, hat uns in allen weiteren Jahren immer wieder aus der Not geholfen, sie ist ständig bereit uns bei allen kleineren und größeren Auftritten zu dirigieren, falls wir mal Terminschwierigkeiten mit unseren 1. Chorleitern haben. Von uns allen an dieser Stelle ein ganz liebes Dankeschön.
Anlässlich unseres 25 jährigen Vereinsbestehens wurde in diesem Jahr ein Festabend mit Ehrung der Jubilare veranstaltet. Nach neusten Rechnungen hat es nicht so ganz mit den 25 Jahren zu diesem Zeitpunkt hingehauen, die Damen werden jedoch ihre Gründe für diesen Tag gehabt haben. Der Frauenchor sang einige Lieder zum Abschluss den Schneewalzer, zu dem die Gäste mitschunkeln konnten. Auch für Musik war wieder gesorgt, sodass die Feier wieder einmal bis in die späte Nacht gehen konnte.
Es sei auch einmal erwähnt, dass die Sängerinnen meistens in der Jahreshauptversammlung für das dauerhafte Besuchen der Chorproben belohnt wurden. In diesem Jahr gab es einen kleine Blumengruß als Dankeschön. Von 35 Singstunden kamen H. Fries und V. Klapper auf stolze 32 Chorproben und die eifrigste Sängerin war sogar 34 mal aktiv, E. Schmidt konnte ein schönes Blumengesteck in Empfang nehmen.

Frauenchor 1980

Dirigent:         Sabine Klapper
81 Mitglieder davon 27 aktiv, 48 passiv und 6 Ehrenmitglieder
Vorstand:         1. Vorsitzende:             Waltraud Dulz
2. Vorsitzende:             Ursula Solz
1. Schriftführerein:       Heidrun Steiger
2. Schriftführerein:       Anneliese Haupt
Kassenwart:                 Sylvia Schliedermann
Kassiererin Oberrod:    Inge König
Kassiererin Niederrod: Erna Schmidt
49 x     Gesangsstunden
4 x       Beerdigungen
4 x       Kirche ( Pfingsten, Erntedank, Totensonntag und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
08.02.1980:   Bunter Abend im Gasthaus zur Post unter dem Motto:
„He, Hello- wir feiern heute Fasching
28.06.1980:              Grillfest des Chores im Feuerwehrgerätehaus!
13.09.1980:   Teilnahme am Liederabend des Männergesangvereines Concordia Heftrich
Goldene Hochzeit:    Mina und Rudolf Baumann aus Oberrod
Bunter Abend
Wie auch schon in den Jahren zuvor war der Saal bei Ott bis auf den letzten Platz gefüllt. In diesem Jahr wurden die Sängerinnen von ein paar passiven Mitgliedern bei der Programmgestaltung unterstützt. Nach der Begrüßung konnte das närrische Treiben losgehen. Ein „spätes Mädchen“ eröffnete die Bütt, die anschließenden Taunuströdler mit ihrem phantasievoll zusammengestellten Orchester und dem melodischen Gesang heizten die Stimmung weiter an. „Junge Mädchen und ein Sack voll Flöhe“ war als Mahnung an alle Eltern heranwachsender Töchter gedacht
Im Anschluss wurde das Stimmungsbarometer noch einmal kräftig in die Höhe getrieben, als die „Tramps aus der Pfalz“, allein durch ihr Äußeres wahre Lachsalven beim Publikum hervorriefen.
Das erste Männerballett trat in diesem Jahr auf, es handelte sich um „ The sweet dols“. Ein Tanz folgte dem Anderen: die Frauen ließen sich ebenfalls nicht lumpen. Einen Tanz aus „ 1001 Nacht“ in wunderschön durchsichtigen Kostümen wurde den Zuschauern als Leckerbissen dargeboten.
Durch das bunte mit Witz und Humor gestaltete Programm führte H. Fries, die das närrische Zepter nach Programmende der Kapelle übergab. Zu deren Klängen wurde bis in die frühen Morgenstunden das Tanzbein geschwungen.
Grillfest im Feuerwehrgerätehaus
Petrus hatte es nicht so gut gemeint mit dem Frauenchor, doch folgten 70 Personen der Einladung, bzw. sie wurden von den verführerischen Düften angelockt. Im Falle besseren Wetters wurden Eiswürfel hergestellt, um das Bier zu kühlen. Leider konnten sie hierfür keine Verwendung finden, dennoch war die Mühe nicht umsonst, trug doch das kühle Nass sehr zur guten Stimmung bei, als einige Gäste damit Wurfball spielten. Zur späten Stunde gab es noch einen Sprechgesang über das Ortsgeschehen. Die kleinen Männchen waren Inge König und ihr Ehemann. Für Notfälle war auch vorgesorgt, es gab ein Leiterwagentaxi. Zum Glück hatte davon keiner Gebrauch gemacht, denn bei strömenden Regen wollte keiner das Zugpferd spielen.

Chorinterna aus dem Jahre 1981

Dirigent:         Sabine Klapper
81 Mitglieder davon 30 aktiv, 45 passiv und 6 Ehrenmitglieder
Vorstand:         1. Vorsitzende:             Waltraud Dulz
2. Vorsitzende:             Ilona Fries
1. Schriftführerein:       Heidrun Steiger
2. Schriftführerein:       Pamela Schwing
Kassenwart:                 Sylvia Schliedermann
Kassiererin Oberrod:    Inge König
Kassiererin Niederrod: Hedi Klein
44 x     Gesangsstunden ( beliebtestes Lied: Capriccio und „Kleine Barke im Wind“)
5 x       Beerdigungen
4 x       Kirche ( Ostern, Erntedank, Totensonntag und Heilig Abend)
Aktivitäten übers Jahr verteilt:
20.02.1981:              Bunter Abend im Gasthaus zur Post unter dem Motto:
„Guten Tag, do währ mer, Guten Tag Ihr Leut“
23.05.1981:              Mitgestaltung beim „ Bunten Abend des VDK“ in Kröftel
30.05.1981:               Mitwirkung beim Liederabend des Frauenchores Kröftel
19.09.1981:              Mitwirkung beim Liederabend des Frauenchores Heftrich
10.10.1981:              Mitwirkung beim Liederabend des Männerchores Kröftel
20.12.1981:              Mitgestaltung des Altenweihnachtsfeier Nieder – Oberrod
Bunter Abend
Mit dem Lied „Guten Tach, do wärn mer, guten Tach ihr Leut“ begrüßten wir unser karnevalistisches Publikum im Saale Ott. Der Saal war wieder voll besetzt, S. König führte als schon fast profihafter Moderator durch das Programm. Ein Knüller folgte dem Nächsten. Eine „Reitersdame“ in der Bütt machte als erste ihren Problemen Luft, ein Damenkleeblatt konnte es nicht lassen, die „Herrlichkeit“ durch den Kakao zu ziehen, ein „Strohwitwer“ beklagte sich allen ernstes über seine Nöte, zwischendurch wurden die Büttenreden immer wieder von Gesangseinlagen durchbrochen, so auch mit dem Duo „Wir sind so schön“, wer konnte es anderes sein als unsere „Tramps aus der Pfalz“! Sie waren extra für die Roder noch einmal angereist.
Damit die Roder auch ein bisschen von der großen weiten Welt schnuppern konnten, hatten wir extra eine „Kurmasseuse“ engagiert, die dem Publikum vermittelte, wie man mit Lachen gesund bleiben kann. „Vater und Sohn“ bestritten ein spritziges Zwiegespräch bevor unsere „männliche Gesangskonkurrenz“ mit selbst verfassten Texten unser Vereinsleben besang. Da konnte sich nun wirklich keiner mehr das Lachen verkneifen. Der Chor hatte keine Kosten und Mühen gescheut, um die Gäste ein wenig „Pariser Luft“ schnuppern zu lassen. Das aus TV und Film bekannte Damenballett hatte extra für diesen Abend einen „Can–Can“ einstudiert. Das Programm war in diesem Jahr einfach „Spitze“, wie auch der Kröfteler „Präsens“ F. Bauer bemerkte und dies in Form eines „ Knittelverses“ auch beim Finale kundtat.
Als Orden wurden die Mitwirkenden mit einem „Zaubertrank“ am roten Band belohnt!
Mitgewirkt haben: W. Dulz, R. Klapper, I. Baum, B. Bübl, S. Schliedermann, H. Steiger, M. Steiger, I. Fries, R. Wempen, E. Klein, I. König, L. Freis,  es haben natürlich alle Sängerinnen des Chores mitgewirkt und noch viele mehr, die leider nicht alle im Jahrbuch namentlich erfasst wurden.
Liederabende in Kröftel
Wir waren 2x in Kröftel eingeladen, zuerst im Mai bei den Frauen und im Oktober beim Männergesangsverein.
Mit der Zusage im Mai hatten wir so unsere liebe Not, um relativ vollzählig zu erscheinen. Die Leistung war so gut, dass die Damen nun auch immer sicherer bei öffentlichen Auftritten wurden. Beflügelt hat sie bestimmt zusätzlich das Lob der Sangesschwestern aus Oberems.
Beim 2. Liederabend mussten wir zu unserem Erschrecken feststellen, dass noch andere Chöre das Lied „Kleine Barke im Wind“ vortrugen. Mit gemischten Gefühlen hörten wir uns zuerst die anderen Darbietungen an und mussten feststellen, dass wir uns durchaus der Konkurrenz stellen konnten. Durch einen Soloeinsatz von W. Dulz und E. Baumann bekamen wir die Möglichkeit einer Zugabe. Unser Stimmungsmacher der Chorprobe musste herhalten: „Le cok a mon“

Fröhlich feiern 1982

Am 12.02.1982 fand ein " Bunter Abend " unter dem Motto :
" Wo steigt die große Sitzung heut, nur beim Frauenchor"
im Gasthaus zur Post statt. Mit diesem umgetexteten Titel (im blauen Bock, beim Äppelwoi) eröffnete der Chor den Abend.
Nach der Begrüßung der Vorsitzenden W. Dulz führte Siegfried König  mit viel Witz und guten Pointen durch das Programm.
Als erste Büttenrednerin erschien die " DOOF NUSS " um ihren recht merkwürdigen Lebenslauf zu schildern. Vorzüglich dargeboten von unserer lieben Heidrun Steiger. An dieser Stelle sei bemerkt, dass dieser Vortrag uns noch heute zum Lachen bringt.
Danach liefen 6 dumme Erpel ein, um den Faschingshit " Wenn wir alle Englein wären" vorzutragen. Die Engel waren: S. König, L. Fries, P. Kroschel, A. Schwing, M. Steiger und M. Klein.
Anschließend berichtete uns ein gestreßter Ehemann (alias Pamela Schwing) über seinen anstrengenden "Einkauf beim Massa".
Vom "Bahnhof Zoo" trafen dann ein Popper und ein Punker ein (Elke Klein und Anita Maruschka) die mit ihrem Vortrag gekonnt das Publikum zum Lachen brachten.
Nun ging es musikalisch mit dem Singspiel "Im Bett", wozu 9 Schlafzimmer-Schönheiten die Bühne beschlagnahmten, weiter. Henny Fries und Gretel Schmidt zeigten uns, was man im Bett alles machen kann, während Vroni Klapper, Gertrud Guckes, Carmen Richartz, Ella Baumann, Waltraud Dulz, Hedi Klein und Inge Schmidt die entsprechenden Strophen dazu sangen.
Vom Bett brachte Renate Klapper das Publikum direkt ins Fitness-Center, wo sie als flotte Masseuse kräftig die Lachmuskeln massierte und einige Tricks zum fitt werden verriet. Nun betrat Miss Piggi mit ihrem Lieblingseber und den Scheinekindern die Bühne. Da blieb kein Auge trocken, denn es wurde ein Schweineball veranstaltet, bei dem die neusten Hits der Saison liefen und auf Tuchfühlung dazu getanzt wurde. Unter den lustigen Schweinemasken verbargen sich: Ilona Fries, Barbara Kroschel, Gudrun Rühl, Carmen Richarts, Wilma Hohler, Lilo Schwing und Waltraud Dulz.
Als "Engel und Teufel " kam das Duo Inge König und Lothar Fries in die Bütt, sie erzählten manch heitere Geschichte zwischen Himmel und Hölle.
Dann verwandelten 8 feurige Tänzerinnen den Saal in eine spanische Bodega. Sie hatten lange mit einer Tanzlehrerin diesen Spanischen Tanz eingeübt, der auch sehr anspruchsvoll war und mit viel Applaus belohnt wurde.
Sylvia Schliedermann kam als Bauersmann in die Bütt und berichtete von ihrem modernisierten Bauernhof, da blieb keim Auge trocken.
Zum Abschluss des schönen Programms sang eine Männergruppe (einzelne Namen leider nicht in den Büchern festgehalten) den Faschingshit "Polonäse Blankense" und der ganze Saal tobte.
Nach dem Programm spielte die Kapelle. Nach "Roder Sitte" wurde bis in die frühen Morgenstunden getanzt und gefeiert.
Ausflug am 15.05.1982
Ziel: Köln / Schloss Augustusburg bei Brühl.
Bei strahlendem Maiwetter ging es kurz nach 8 Uhr in Richtung Köln. Am Ziel angekommen zeigte eine Reiseführerin bei einer Stadtrundfahrt die Sehenswürdigkeiten und die Geschichte Kölns.
Um 12:00 Uhr wurde der Dom besichtigt. Während der Führung bemerkte diese oder jener verschämt, dass sein Magen in folge Hungers zu rebellieren begann. Natürlich war es unmöglich, dieses öffentlich zu bekennen. Aber auch die längste Domführung geht einmal zu Ende und alles strömte ins Restaurant "Alt Köln ", wo Schwester Waltraud den hungrigen die Plätze zuwies.
Gleich wieder besser gelaunt, da gut gestärkt nach dem Essen, ging es weiter zur zweiten Etappe,
Schloß Augustusburg bei Brühl. Waltraud erzählte über die Geschichte und Bedeutung des Schlosses, danach ging´s zur Schloßführung.
Gegen 18.00 Uhr, und nachdem verschiedene Teilnehmer ihren Kaffeedurst mit großen Eisportionen unterkühlt hatten, ging es wieder Richtung Heimat.
Doch was wäre ein Ausflug ohne Einkehr zum Abschluss. Dies machte der Chor in der Emstalhalle bei Brechen.
Bei Musik und guter Laune fand der Abend einen beschwingten, feuchtfröhlichen Abschluss.
Einweihung des neuen Dorfgemeinschaftshauses am 03.09.1982
Der Chor wirkte mit und sang die Lieder "Glory Halleluja", "Es strahlt die Welt" und "Habet Dank " (mit Solo von Waltraud Dulz und Ella Baumann) gesungen.
Von nun an wurden auch unsere Singstunden im DGH abgehalten, die bis dahin im Gasthaus zur Post stattfanden.
Familienwandertag
Am 12.09.1982 traf man sich zu einem Wandertag mit Kind und Kegel. Bevor die Wanderung losging, konnten sich die Wanderer erst einmal mit einem Teller selbstgekochter serbischer Bohnensuppe stärken.
Bei herrlichem Wetter ging es dann am Waldrand entlang  Richtung Niederrod, Postbrücke, durch das Dettenbachtal, an den Fischweihern und der Hasenmühle vorbei nach Schloßborn. Dort erwartete die Gruppe am Waldrand ein fahrbares " Cafe´- Sängerlust" . Es gab leckeren Kuchen und einen guten Kaffee. Dieser Duft lockte sogar noch einige
vorbeikommende Sapziergänger an.  Bei fröhlichem Gesang und lustigen Gesichten saßen die Wanderer noch gemütlich beisammen, bevor sie den Heimweig über Kröftel antraten.
Viele freuten sich schon darauf, in Oberrod noch einen Teller Suppe zu schlürfen, doch daraus wurde leider nichts, denn die Suppe wurde bei diesem heißen Sonnentag leider "sauer"!
Liedernachmittag
Am 28.11.1982 veranstaltete der Frauenchor einen Nachmittag für die Freunde und Gönner des Vereins. Herr Pfarrer Seifert hatte ein Dia - Quiz vorbereitet in dem jedermann seine Ortskundigkeit und Fantasie unter Beweis stellen konnte.

Was geschah 1983 im Chor

Auch 1983 (genau am 08.05.) stand wieder ein Wandertag auf dem Programm. Die Wanderung ging diesmal vom DGH Richtung B8 nach Niederems. Dort wurde die erste Rast eingelegt. Waltraud verteilte Schokolade an alle und für die harten Wandergesellen einen „Klaren“. Dann ging´s weiter steil bergauf nach Reinborn. Oben angekommen konnten man die herrliche Aussicht genießen, sowie die 1000 jährige Linde  besichtigen.
Kurz vor der Grillhütte brachte ein Regenguss eine ungewollte Abkühlung.  Doch in der Hütte hatten die Grillmeister schon die Steaks und Würstchen bereit, sodass die nassen Klamotten schon fast vergessen waren. Ein paar "Kon - Jäckchen " wärmten dann von innen und verhinderten die anschließende Grippe.
Heiter und beschwingt mit vielen Lieder auf den Lippen wurde die Heimat wieder erreicht.
Am 10.06.1983 ging’s nach Pfaffenwiesbach, zum Freundschaftssingen (ganz ungewohnt in einem großen Festzelt). Doch trotz  der schwierigen Verhältnisse meisterten die Sängerinnen ihre Liedvorträge ausgezeichnet.
Nach dem offiziellen Teil des Abends knüpfte man dann noch Kontakte mit anderen Gästen. Diese gemeinsamen Erlebnisse zeigen immer wieder, wie schön es ist, etwas in Gemeinschaft zu erleben.
12.08.1983 Feuerwehrfest (50 jähriges Bestehen) Nieder - Oberrod
Für diesen Auftritt wurde sehr viel geprobt. Das Lied "Frieden dieser Welt" wurde eigens für diese Veranstaltung eingeübt. Außerdem erstrahlte der Chor in einer neuen  Vereinsgarderobe (bunte Röcke und passende weiße Blusen)
Am 14.08. wurde beim großen Umzug mitgewirkt. Unter so vielen Feuerwehrmännern wirkten die Damen natürlich besonders gut.
10.09.1983 Singen beim Liederabend des Männergesangvereines Heftrich (100 jähriges Jubiläum)
26.11.1983 Liederabend in Nieder-Oberrod mit Gastchören und anschließendem Tanz.
10 Jahre Bunter Abend im Jahre 1984
24.02.1984 Bunter Abend im DGH (Motto: Jubel-Trubel-Heiterkeit)
Dies war bereits der 10. Bunte Abend. Im neuen DGH hatte man eine Verstärkeranlage zusammen mit den Ortsvereinen gekauft. Zum ersten Mal auch mit Bühne, was für die Akteure auch ein ganz neues Gefühl war. Der Frauenchor zeigte sich in einheitlichen Clownskostümen und sang zum Auftakt das "Drossel-Lied".
Waltraud Dulz begrüßte die über 200 Gäste und danach sang der Chor noch ein Potpourri bestehend aus einigen Begrüßungsliedern der letzten 10 Jahre.
Danach nahm die Jugend-Gymnastikgruppe des SKV den Bundeswehralltag auf lustige Weise auf die Schippe.
Wie ein geölter Blitz schlich ein Postbote (alias Manfred Steiger) auf die Bühne, um über seinen schweren Beruf zu berichten.
Aus dem Busch direkt angereist war "BIG MAMA" (H. W. Scherf) mit einer flotten Solo, Tanz- und Gesangeinlage.
2 emanzipierte Frauen (R. u. S. Klapper) klärten dann das Publikum über die Männer von heute auf.
Danach wurde es dunkel, und es knisterte vor Spannung im Saal, als 20 Hände und 20 Füße nach einem Song aus Flash Dance über die Bühne wirbelten. Die Damen - Gymnastik - Gruppe des SKV hatte sich ganz schwarz gekleidet mit weißen Handschuhen u. Kniestrümpfen. Durch Schwarzlicht angestrahlt konnte man nur Hände und Füße erkennen.
Eine Hochzeit feierten Inge König und Manfred Steiger, die von zwei Brautjungfern (Axel Schwing u. Peter Kroschel) zur Bühne begleitet wurden. Sie erzählten uns die Probleme einer jungen Ehe.
In der Zwischenzeit hatten sich 3 Paare aus der Seniorentanzgruppe zum Tanzen hergerichtet. Der etwas schwerfällige Herr schlenkerte seine sehr bewegliche Dame über die Bühne. (Lilo Schwing, Heidrun Steiger, Brigitte Becker). Die Damen waren Puppen, die an den Herren hingen.
Von ihrer sportlichen Mama, die ihre Familie fit hält berichtete Pamela Schwing in einem witzigen Vortrag.
Als wahre Augenweide zeigten sich die Püppchen aus der Staatsoper mit ihren roten Tüllröckchen. Die Männergymnastikgruppe brachte das Publikum zum Toben. Sie gaben nach viel Applaus und Zugabe die Bühne für die große Hitparade frei. Künstler aus allen Bereichen der Show-Branche stellten sich vor: Maria und Margot Hellwig (Gertrud Guckes u. Heidrun Steiger), Gitti und Erika (Pamela Schwing u. Elisabeth Lohmann), Nana Mouskuri (Sylvia Schliedermann), Milva (Inge König), Mireille Mathieu (Carmen Richartz), Heino (Inge Schmidt), Wenke Myhre (S. Klapper), Nena(Petra Dulz). Dieser Beitrag war eine Stimmungsbombe, die mit Raketen und viel Applaus belohnt wurde.
Den Programmabschluss machte der Chor mit dem bekannten Lied "AMANDA". Ein großes Finale, bei dem alle Mitwirkenden noch einmal zur Bühne kamen und den selbst gebastelten "Schnapsdrosselorden" erhielten, beendete das offizielle Programm.
An dieser Stelle sei einmal gesagt, daß die Roder Fassnachtsorden immer selbst entworfen und selbst gebastelt sind. Eine wunderschöne Sache, denn diese Orden sind einmalig. Bedanken möchten wir uns hier bei der Familie Dulz, die für diese schönen Orden nicht nur die Ideen liefern, sondern sie auch noch basteln. Auch die Bühnengestaltung liegt immer in ihrer Hand. Vielen Dank.
Ein weiteres großes Erlebnis war der 05. und 07.Juli 1984, unsere Sangesschwester Petra Dulz trat mit Frank Scherer in den Hafen der Ehe ein. Großer Polterabend, den der Chor mit einem speziell für die Beiden umgedichteten Lied untermalte (Glory Haleluja-Laßt lasst uns feiern heut und lachen und ne tolle Fete machen, stoßt mit uns an, es lebe hoch das Hochzeitspaar, 3x hoch haleluja). Es wurde eine lange Nacht im Garten der Fam. Dulz. Einige Sängerinnen streckten plötzlich die Beine in die Höhe. Vom vielen Schunkeln und Singen (nach vorne, nach hinten, nach links und nach rechts) verloren sie die Kontrolle über die Bank unter ihnen und kippten nach hinten um, sodass man nur noch ihre hübschen Beine sah. Man erzählt sich, dass eine von ihnen sich beinahe die Zunge hätte eingipsen lassen müssen. T´ja, was so alles passieren kann.
Samstags dann die große Bauernhochzeit. In der Kirche sangen wir und nach dem Gottesdienst standen wir draußen Spalier. Jede Sängerin hatte eine rote Baccara-Rose in der Hand, die wir dann dem Brautpaar überreichten.


700 Jahre Nieder-Oberrod im Jahre 1985


Festkommers 21.06.1985
Nach vielen Wochen Planung und Vorarbeit, zu der sich der Festausschuss, bestehend aus Mitgliedern der Ortsvereine, sowie des Ortsbeirates und Herrn Pfarrer Seifert getroffen hatte, konnte am Freitag den 21.06.85 zu einem Festkommers eingeladen werden. Auch wir hatten harte Vorbereitungen hinter uns und waren sehr erleichtert, als unser erstes Lied: "DIE HIMMEL RÜHMEN" gut angekommen war. Dazu trug sicherlich die neue festlich elegante Vereinsgarderobe bei, die wir zu diesem Anlass erstmals in der Öffentlichkeit trugen. Nach einigen Festreden und einem Dia-Vortrag aus der guten alten Zeit schlüpften wir in alte Trachten, die wir aus Idstein geliehen hatten und sangen zur Drehorgelmusik,es war ein sehr gelungener Auftritt.
Am 23.06.85 folgte ein Festgottesdienst, den wir musikalisch mitgestalteten, anschließend wurde die große Ausstellung mit Dingen aus der "guten alten Zeit" eröffnet.
Außer diesen o.g. Aktivitäten waren sonntags ein Kinderfest mit Luftballonwettfliegen und Pferdekutschwagen, ein Tischtennisturnier, eine Schauübung der Feuerwehr, am Samstag den 29.06. ein Tanzabend und zum Abschluss sonntags ein Straßenfest mit Basar (der Erlös davon war für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft bestimmt).
Die Festwoche ist noch allen in guter Erinnerung und war für unser kleines Dorf eine große Leistung.

 


Der Frauenchor Nieder-Oberrod feierte am 13. Juli 2003 seinen 50. Geburtstag
Die Vorsitzenden in dieser Zeit:
Martha Ott 1953 - 1968
Erika Scherf 1968 - 1975
Waltraud Dulz 1976 - 1987
Ilona Fries 1987 - 1997
Christa Fritsch 1997  - 2003

Normal 0 21 false false false DE X-NONE X-NONE MicrosoftInternetExplorer4 Die Dirigenten in dieser Zeit
Martin Laue, Kröftel                              1953  - 1966
Ernst Scheurer, Heftrich                       1966  - 1972
Georg Ehrmann, Glashütten                 1972  - 1979
Sabine Klapper, Niederrod                    1979  - 1991
Jürgen Bröhl, Taunusstein-Wehen         1991  - 1999
Enikö Szendrey-Kurpjuweit                      seit 1999
Vockenhausen
Sabine Haxel, Niederrod Vizedirigentin





 

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